Mittwoch, 30. November 2011
never ending story...
Langsam bekomme ich einen Klinikkoller und will raus hier….dann aber auch wieder nicht…. Muss hier raus, denn hier von der Klinik kann ich nicht agieren, handeln oder planen. Auf der anderen Seite bin ich hier sicher und geborgen. Aber so geht es auch nicht, es lähmt mich, nichts tun zu können…ich will hier weg. Die dunkle Jahreszeit mit den um 16 Uhr stockdunklen Nachmittagen lähmt mich noch mehr. Der dritte komplette Patientenwechsel auf der Station macht mich irre, ich mag mich gar nicht mehr auf neue Menschen einlassen. Irgendwie geht es nicht mehr mit aber auch noch nicht ohne. Mir wird nun vorgeschlagen, ein neues Medikament nicht in Kiel sondern in einem Hamburger Krankenhaus einzuschleichen. Mir soll es nur recht sein, endlich rührt sich etwas. Viele viele echt gute, aber auch schmerzhafte Gespräche mit meiner Therapeutin haben mich zurechtgerückt – ein bisschen und mir viele viele Ansätze mit auf den Weg gegeben. Nur leider sehe ich da so gar keinen Weg – noch nicht. In einer „Schmerzgruppe“ flippe ich plötzlich komplett aus, verlasse den Ort des Geschehens und schmeiße meinen Ordner völlig unkontrolliert gegen eine Wand um dann völlig durchgeknallt und aggro fast noch eine Tür einzutreten. Herr im Himmel, nun drehe ich komplett durch.
Impulsdurchbrüche.
Ich lerne Skill´s und finde es ziemlich albern – aber sehr sehr hilfreich und eine schon vor unzähligen Jahren gestellte Diagnose taucht plötzlich wieder auf.
Endlich wird von Entlassungsterminen geredet. Bin erleichtert – weil es geht nicht mehr, kann mich hier nicht mehr Wohlfühlen und es wiederholt sich alles zum xten Mal. Schmerztherapie bis zum erbrechen ist auch kontraproduktiv. Einzig und alleine die Einzeltherapien bringen mich noch ein bisschen weiter und das eine oder andere Mal zum lachen. Bin so lebensmüde – im wahrsten Sinne des Wortes und weiß dennoch ganz genau – ich habe noch so viel vor, habe Bock auf das was da noch kommt und bin neugierig.
Sitze gut 1 Woche auf meinen gepackten Sachen und warte auf ein Bett im neuen Krankenhaus…. Es vergeht Tag um Tag und irgendwie eiern alle rum….. später klärt sich das auf, es gab einen Noro Virus im Angedachten Krankenhaus. Warum sagt man mir das nicht einfach ? Dann eben alternatives Krankenhaus, direkt vor meiner Wohnungstür. Mir ist mittlerweile alles recht. Will keine Schmerzen mehr, will hier weg und will, dass alles schnell – ganz schnell ganz doll wieder gut wird. Habe keine Lust mehr auf spedierende Medikamente und bin letztendlich froh, am 24. November die Klinik im Taxi verlassen zu können um ins nächste Krankenhaus verlegt zu werden. ( es sind tatsächlich aus ursprünglich mal 3 Wochen nun 3 Monate geworden… ich glaube es selber kaum…)
Freitag, 30. September 2011
und nun auch noch der September....
Die Tage hier gehen schnell rum, man ist den ganzen Tag irgendwie unterwegs und irgendwie sind meine 3 Wochen rum und ich möchte eigentlich gar nicht wieder nach Hause. Es fühlt sich ganz gut hier an, und meine Entzugssymptomatik wird von Tag zu Tag besser. Ich bewege mich hier recht viel und kann tatsächlich auch schon wieder ein paar Stunden am Stück schlafen. Das fühlt sich gut an.
Meine Lieblingstante liegt im sterben und ich kann nichts tun…. Würde es nicht einmal bis zum Flughafen schaffen….bin traurig, kann aber nicht weinen….
Und dann kommt auf einmal die Faust auf mich zu und trifft mich mitten ins Gesicht. Als ob ich aufgewacht bin aus einem Tiefschlaf…. Alle Mauern um mich rum werden von Tag zu Tag bröckeliger und fallen wie ein Kartenhaus zusammen. Eine email vom Mann im Anzug zerreißt mich komplett, mein Leben gerät aus den Fugen, komplett und ich finde mich nicht wieder. Ich kann der Realität nicht mehr ausweichen und weiß genau, dass ich nun ein echtes Problem habe. Nicht nur, dass eine wirklich lange Episode meines Lebens zu Ende geht, sondern auch mein Lebensmittelpunkt, sprich mein Dach übern Kopf ist auf einmal so gut wie weg. Will weglaufen, aufgeben, bin das erste Mal in meinem Leben so wirklich ratlos und vor allem mutlos. Was ein Glück, dass ich im Moment in guten Händen hier bin, Menschen die mich stützen, die mir Krücken reichen und Menschen die mir wirklich helfen wollen. Ich könnte diesen ganzen Psychokram hier täglich mindestens 3 mal verfluchen, aber letztendlich hilft er mir auch täglich klar zu sehen, den Tatsachen ins Auge zu sehen und nicht durchzudrehen. Was für eine totale Scheiße ! Entlassen werde ich im September wohl eher nicht mehr….. es gibt Menschen, die Angst um mich haben…..
Mittwoch, 31. August 2011
der Rest vom August.......
3 Tage später fahre ich dann doch wieder los, ein Bett sei frei, je eher umso besser denke ich, denn so richtig gut geht es mir nicht, kann immer noch nicht schlafen, bin mega unruhig und merke, dass so ein Entzug doch etwas für länger ist.
Beziehe in der Kinik ein wirklich schönes Einzelzimmer und wundere mich über seltsame Schilder vor den Patientenzimmertüren auf denen so etwas wie „Bürgermeister“ „stellv. Bürgermeister“ und ähnliche Seltsamkeiten steht. Ich höre mehrfach am Tag ich soll ersteinmal ankommen und werde von einem Paten durch das Krankenhaus geführt. Hmpf…. Alles in allem sehr gewöhnungsbedürftig, aber immerhin ist das Zimmer nett, die Ärzte scheinen auch zu wissen was sie tun und das Essen sieht genießbar aus….. 3 Wochen werde ich das hier schon überstehen, frage mich allerdings was ich hier den ganzen Tag tun soll….. fühlt sich jetzt schon langweilig an, denn laut Ärztin darf ich das Krankenhausgelände nicht verlassen wegen meiner Allergien und der Versicherung und und und….
Sonntag, 14. August 2011
der "Entzug"
Freitag, 22. Juli 2011
schon fast 5 Tage da.........
Das Personal ist supernett hier und ich vertreibe mir die Zeit mit stricken, spazierengehen und rumgammeln. So richtig viel Zeit habe ich ja eh nicht zwischen den einzelnen Verpflichtungen und nachts versuche ich zu dösen.... wären da nur nicht die doofen Kopfschmerzen.... ich werde es überstehen aber lustig ist wahrlich etwas anderes.....
Seit 1 Stunde bin ich zumindest für s Wochenende meinen Otto los, der mit einer Medikamentenpumpe und einem transportablen EKG Gerät versehen war und mit mir ständig verbunden rumgeschoben werden konnte. Mit Otto hat jeder Weg gleich 3 mal so lange gedauert und man fühlte sich nicht so alleine..... ich versuch jetzt mal ein bischen zu schlafen, denn gleich gibts Kaffee........
Freitag, 8. Juli 2011
noch 9 Tage to go.....
Schon seit wir hier einzogen gluckerte es von Zeit zu Zeit aus den Tiefen der Ablaufsiele, 1 -2 mal waren auch die Klempner direkt nach unserem Einzug hier und habe gespült aber alles für ok befunden. Letztes Wochenende hatten wir ja mehrfach richtig schönen Platzregen und am Sonntag morgen roch es im Haus nach daulen Eiern. Ich als „Trüffelschwein“ rieche ja Dinge schon bevor es jemand anderes wahrnimmt und im Keller traf ich dann auf Wasser. Es war aus einem Ablauf im Trockenkeller hochgedrückt worden und müffelte. Fix ein paar Sachen zurechtgerückt, aufgewischt und den Rest der Brühe zurückgeschoben, da wo sie herkam. Draußen im Kellertreppenaufgang ist auch ein Gulli, dort nachgeschaut – alles bestens. Am Montag morgen dann roch es schon wieder so seltsam und ich ging volle böser Vorahnung mal wieder in den Keller. Ups, jetzt stand ich schon fast bis zu den Knöcheln im Wasser – zum Glück nur in dem Trockenkeller, der scheint etwas tiefer zu liegen
Sonntag, 3. Juli 2011
schon Juli..............
Meine Zukunftspläne reifen auch immer mehr zu einem handfesten Konzept sodass es Zeit für mich wird endlich mal wieder einen klaren Kopf zu bekommen um anzufangen das alles umzusetzen. Vielleicht bin ich ja auch enttäuscht von dem Gefühl nach dem Absetzen, aber ich denke schlimmer als ewig vernebelt und wie betäubt durch die Gegend zu schleichen kann es nicht werden. Dann lieber Schmerzen überall, dafür aber die Birne frei. Ich bin ja sogar auch noch davon überzeugt, dass ich ohne das blöde Schmerzpflaster fast besser schlafe und auch länger. Seit fast 2 Jahren klebe ich nun und habe seitdem nie mehr als 3 Stunden am Stück schlafen können. Bin eigentlich permanent müde, könnte überall sofort einschlafen und Nachts liege ich hier recht tatenlos rum und quäle mich über die Zeit. Im Sommer empfinde ich das als nicht ganz so schlimm, da es um 4 Uhr ja schon wieder hell wird und die Vögel draußen Radau machen, aber noch so einen schlaflosen Winter möchte ich nicht erleben.
Meine „Marktproduktion“ stagniert in den Wochen allerdings, denn ich kann nicht glauben, dass ich eine Nähmaschine incl. allem anderen Drum und dran ins Krankenhaus mitnehmen darf. Also habe ich mir vorgenommen dort Socken zu stricken, Häkeln zu lernen und zu malen. An die 40 Bücher liegen hier auch schon bereit, denn sollte ich mein normales „wir sind in Urlaub“ – Lesetempo wiedererlangen dann reicht 1 Buch pro Tag kaum. Langweilig wird mir auf jeden Fall eher nicht. Hörbücher und Filme sind auf der externen Festplatte – zur Not helfe ich dort den Schwestern oder gehe bummeln…..
Bis zu meiner „Abreise“ habe ich hier noch einiges auf dem Zettel. Abgesehen dass ich von allen meinen Ärzten aktuelle Berichte benötige, steht noch ein Hausgroßputz und ein Gartentag an um hier alles Singletauglich zu machen. Während meiner Abwesenheit hat ja auch noch „mein Mann im Anzug“ Geburtstag. Vielleicht lassen wir das aus gegebenem Anlass ja mal ausfallen oder feiern nach…..
Die Tante in der Schweiz scheint gut versorgt im Moment und sie leidet keine allzu großen Schmerzen. Die Oldies sind unversehrt aus den Bergen heimgekehrt und erholen sich nun hier langsam. Frau Oldie wird leider immer „wirrer“ und erkennt plötzlich kein Gemüse mehr, bzw. behauptet noch niemals Lauch oder Zuccini gegessen bzw. gekocht zu haben. Schön wär´s ! Mit ekeligstem Porreeauflauf hat sie mir meine Kindheit verdorben… boa war der fies – kann verstehen, dass man das als eins der ersten Dinge aus seinem Gedächtnis verbannt.
Ich wünsche mir sehr, dass es noch ein paar Tage schön draußen wird, bevor ich für „Monate“ meinen Garten verlasse….
Donnerstag, 9. Juni 2011
My authentic japanese name is 松尾 Matsuo (tail of a pine tree) 幸子 Sachiko (child of fortune).
Take your real japanese name generator! today!
Created with Rum and Monkey's Name Generator Generator.
mh, sollte das bedeuten ich bin ein Glückskind mit dem Schwanz einer Pinie ??? Weia
Mittwoch, 25. Mai 2011
mein Leben ist ja soooooo
Trotz herrlichem Sonnenschein werde ich mich nun an meine Nähmaschine begeben und etwas versuchen zu basteln. Ich hatte heute Nacht eine tolle Idee !
und dann war ja noch "Waschtag"...
Mittwoch, 27. April 2011
Booooaaaaaah............
was bin ich genervt von all dem Kate und Willy Gedöns. Obwohl ich ja gestehen muss dass ich z.B. die Anziehpuppen der Beiden schon recht skurril finde. In jeder Zeitung, jeder Fernsehsender, Radio und Wartezimmer - alles ist voll dieser - für uns unkönigliche Deutsche – gitzerglamourplüsch Geschichten und alle ( wirklich alle ? ) werden am Freitag vor dem Fernseher hocken, vor Rührung ein Tränchen vergießen und dem Spektakel virtuell beiwohnen. Heute ( Mittwoch ) fangen die ersten schon an vor Ort dort zu campen, um einen guten Platz zu ergattern. Gut, dass es nicht Dezember ist !
Und um dem unwichtigen noch unwichtigeres anzufügen möchte ich noch loswerden, dass das Osterfest hier in Ruhe und Gelassenheit verlebt wurde. Alles recht entspannt, selbst Schwiegermama regte mich nicht auf sondern saß lediglich auf der Terrasse und lobte mein Essen. Alles also im grünen Bereich. Grüner Bereich lässt mich gleich an eine profane Überleitung zum Thema Pollenallergie kommen. Ich leide – sehr ! Es fliegt wohl alles durch die Gegend was ich nicht mag, meine Schleimhäute sind dauergeschwollen und die Speise und Luftröhre lässt nur noch passieren was wirklich sein muss. Ätzend ! Meine Augen jucken, tränen und werfen Schleier auf alles lesbare, sodass lesen wegfälltEs könnte sein, dass ich hier in Zukunft nicht mehr allzu viel zum Thema Amt schreiben muss. Es scheint alles so zu laufen wie ich das wollte. Es ist noch nicht reif zum freuen, aber auf dem Weg dahin……. Abwarten, dort geht die Uhr langsamer !
Krankenkasse wird wohl immer Thema bleiben. Der Anwalt macht, ich warte. Nun taucht aber ein neues „Problem“ auf, denn ich habe eine Einweisung ins Krankenhaus und die muss nun vorab von der Krankenkasse bewilligt werden. Grade habe ich mit der Klinik telefoniert, mindestens 6 Wochen Aufenthaltsdauer…
Planungen für einen Herbst- und einen Weihnachtsmarkt wurde am Wochenende gemacht. Leider hat meine Nähmaschine den Geist aufgegeben und näht nur noch dann wann sie will und nur noch gradeaus und das ist für meine Befindlichkeiten eindeutig zu wenig. Also muss eine neue robustere her - aber auch das Geld dafür. Örgs, wie soll denn das nun funktionieren.... Geld gibt es nur wenn ich genähtes verticke, aber nähen kann ich nu nicht mehr... doof das. Ich habe aber schon einen Plan.......
Heute ist es seit langem mal nicht so