Dienstag, 14. Juli 2009

in ziemlich geheimer Mission.....

gehe ich ja nun seit gestern trotzdem zum Arzt um mich – in Vorbereitung auf die OP morgen - mit Antibiotika voll pumpen zu lassen.
Und als wäre es so “gewollt“, vertrage ich es noch schlechter als die vorherigen Male.
Egal, da muss ich nun durch. .......das kommt wohl auch davon, das man was ganz doll Verbotenes macht.

Meine Hauptbeschäftigung bis morgen 14.00 Uhr wird wohl aus „Kotzvermeidung“ , Halbschlaf und Flüssigkeitsaufnahme bestehen. Nebenbei versuche ich mich mit Musik und immerhin schon 3 gelesenen Seiten eines Buches an dessen Titel ich mich nicht einmal mehr erinnere, abzulenken. Irgendwie stehe ich total neben mir und habe mich immer noch nicht beruhigt.

Mir scheint es so, als wolle man mich mit Macht zermürben, kleinkriegen und zum Abschluss geteert und gefedert durch die Stadt jagen. Das jetzt genau so zu akzeptieren, jetzt ruhig zu bleiben und gelassen zu sein, fällt mir verdammt schwer. Aber – ich habe keine andere Wahl und muss mein „Krankenkassenwohl“ komplett in andere Hände geben und wieder einmal ( darin habe ich ja schon Übung ....) warten – abwarten.

Schön ist jedoch die Aussicht, die nächsten Tage nur durch einen Schleier wahrzunehmen – und durch dieses Tatsache werden auch diese „Problemchen“ hoffentlich etwas in den Hintergrund geschoben. Der Tatsache, dass sie danach umso heftiger wieder in meinem Hirn einschlagen werden, bin ich mir bewusst – aber durch einen gesunden Verdrängungsmechanismus lässt es sich damit leben. Zum Glück !

Ich werde morgen auf jedenfall meine Kamera mit zum Zahnarzt nehmen, damit irgendjemand die OP für die Ewigkeit bzw. die Krankenkasse festhält. Hoffentlich wird’s schön blutig, damit den Sachbearbeitern ordentlich schlecht wird. Natürlich nehme ich auch den „Fant“ und diverse andere „glückbringende“ Utensilien mit, in der vagen Hoffnung, sie mögen helfen. Nur „Uschi“ bleibt zu Hause, da sie nachweislich als Glückssau nicht so recht taugt, vielleicht ist sie einfach zu fett und dadurch zu träge.
bis bald...............

Samstag, 11. Juli 2009

Runterkommen........

viele unausgesprochene Flüche, Wutausbrüche, Schimpfwörter und ungeweinte Tränen später – sehe ich sehr viel klarer.


Nichts ist dadurch an der Tatsache besser geworden – aber mein Plan steht auf einigermaßen stabilen Füßen.

Ich werde die OP am Mittwoch durchziehen. Nach langen guten Gesprächen mit meinem Hausarzt und meiner „Umweltärztin“ bin ich zu dem Entschluss gekommen – ich bin einfach mal egoistisch ( vielleicht das Erste und auch letzte Mal in meinem Leben ) und ziehe das jetzt durch. Mein Hausarzt, um den es ja vorwiegend in dem Ablehnungsanschreiben geht (…. ab Eingang dieses Schreibens erkennen wir die Behandlung bei Dr. XXX nicht mehr an und können keine Leistungen mehr zur Verfügung stellen…. ), begleitet trotzdem die Narkose und ist sich der Gefahr bewusst, das er seine Rechnungen erst einmal nicht erstattet bekommt. Das hat mich sehr gefreut und ich vertraue da mal auf sein Wort.

Als nächsten Schritt werde ich wohl einen Anwalt konsultieren und zum 2593ten Mal meine ganze Kranken-Odyssee runterbeten müssen. Andi ist zusätzlich der Meinung man solle das ganze mal richtig schön an die große Glocke hängen – aber mit fehlen im Moment Kraft und Nerven für Fernsehauftritte im großen Stil.

Am 10. August werde ich zu einem Spezialisten nach Wien fliegen um mir dort ein Gutachten schreiben zu lassen. Die Frage ist allerdings ob ein Österreicher ein Gutachten erstellen kann und das dann auch noch vor der deutschen Gerichtsbarkeit anerkannt wird.

Über das was da noch alles auf mich zukommt, wage ich nicht zu sinnieren. Es wird auf jedenfall viel zu viel und meinem Gesundwerden nicht förderlich - wo doch eins meiner besten „Medikamente“ Stressvermeidung heißt. Mir geht es nicht wirklich gut mit dem ganzen unsinnigen Gepäck im Rucksack und am liebsten würde ich weglaufen. Als ob man nicht schon genug bestraft wäre mit permanenten Schmerzen, juckender Quaddelhaut, gefühllosen Beinen, Übelkeit und Asthma. Und das seit über 1 ½ Jahren. Ich finde es reicht jetzt mal.

Ich bin sehr sehr dankbar, das es Menschen in meinem Umfeld gibt, die 100 %ig zu mir stehen, mich versuchen zu stützen und unterstützen und mir Mut zusprechen. Das alleine gibt mir im Moment die Kraft die ich brauche um diesen Film bis zum Ende durchzustehen. Und die Menschen, die meinen, durch unpassende Randbemerkungen, Ignoranz oder Egoismus, mein Leben noch mehr zu zerstören, werden noch spüren, was das für Konsequenzen haben wird.

So, nun werde ich mir einen „Plan“ basteln der es mir erleichtert mich bis Mittwoch 14 Uhr so runterzubringen, dass ich die OP gut überstehe. Leider fehlt es mir da an klaren Gedanken, weil sich der blöde Gruselfilm immer wieder in den Vordergrund schiebt. Also suche ich mal nach Ablenkung. Vielleicht sollte ich angeln gehen oder mich betrinken oder mich beim angeln betrinken.




Und was ich noch sagen wollte : Andi, ich bin froh dass Du „bei mir“ bist !

Freitag, 10. Juli 2009

nun ist es amtlich......

ich bilde mir alles nur ein und bin gesund !
Gehe also ab Montag wieder arbeiten und freu mich meines Lebens……

Wieviel kann ein Mensch noch aushalten ohne komplett zu resignieren, aufzugeben und sich vom Hochhaus zu stürzen ??????

Meine Krankenkasse lehnt alle weiteren Zahlungen bzw. Behandlungen ab. Und die schon gestellten Rechnungen von meinen Ärzten werden gekürzt, gestrichen oder ignoriert.
Also nix Mittwoch OP und ich habe ab jetzt frei.
Komisch ist, das bei dieser Aussicht so gar keine Freude aufkommt. Andi fragte mich am Telefon, ob ich mich jetzt zum sterben bereitmachen soll…… hmmmmmmm darauf habe ich keine Antwort.
Vielleicht sollte ich einfach abwarten was so ohne Ärzte und ohne Infusionen passiert……..
In mir eine unsagbare Leere – die sich gefährlich anfühlt.
Ich muß mich erstmal sammeln und überlegen wie es nun weitergehen kann………
Und es bestätigt mal wieder : wenns einem grad ein bischen besser geht kommts ganz dicke hinterher……..na toll

( hab im moment so garkeine Lust auf smileys)

Mittwoch, 1. Juli 2009

Halbzeit.........

wunderbar – nun ist die erste Hälfte vom Jahr schon rum – und ich bin mir grade wirklich nicht sicher, ob ich die ganze Zeit dabei war.

Bin ich weitergekommen mit mir, meinen Gebrechen, meiner Planung, meiner "Heilung" ?

Irgendwie beschleicht mich das Gefühl – etwas verpasst zu haben , denn nach wie vor geht irgendwie nichts so richtig voran. Letztes Jahr um diese Zeit dachte ich noch darüber nach, dass ja in einem Jahr alles viel viel besser sein muß. Nun ist „in einem Jahr“ und ich muß feststellen :

ja, es hat sich einiges verändert. Nur ob es so besser ist, wage ich zu bezweifeln.

Ich bin dünnhäutiger geworden ( ob das vom vielen kratzen kommt ? ),

ich verliere mehr und mehr die Geduld geduldig zu sein,

ich habe seltsame Routine bekommen bei Asthmaanfällen, zugeschwollenen Atemwegen und Kreislaufentgleisungen,

ich kann mittlerweile kortisonverursachten Fressattacken widerstehen,

ich leide zunehmend unter „Genußmittelentzug“ – wobei mittlerweile schon ein kleines gegrilltes Nürnberger Würstchen zu „Genussmitteln“ zählt ( vor 3 Jahre hätte es mich beim bloßen Anblick dieses herzallerliebsten Würstchens geschüttelt),

ich bin so unsagbar Medikamenten- und Arztmüde geworden ,

ich verfalle von Zeit zu Zeit in eine Gleichgültigkeit, die mir gar nicht steht – gegen die ich mich aber nicht mehr wehren kann oder will,

aber es gibt durchaus auch positive Veränderungen die nicht unerwähnt bleiben dürfen.
ich kann „Nichtstun“ mittlerweile länger als 5 Minuten für mich akzeptieren und auch tatsächlich manchmal genießen,

ich kann immer noch lachen ( über mich – und durchaus auch über andere – Andi mit Schnarchschlaftestfünfzigtausendeurogerät),

schlaflose Nächte „nutze“ ich mehr oder weniger gewinnbringend ( mit online Poker ),

ich bin nicht mehr so genervt morgens aufzustehen und zu merken es ist nix besser geworden, d.h. meine Erwartungshaltung an eine Spontanheilung ist deutlich gesunken – dagegen ist meine Erwartungshaltung an eine langsame Heilung deutlich gestiegen ( ob das nun besser ist ?),

durch meine ständigen Gelenk- und Muskelschmerzen abgelenkt, bemerke ich die permanenten Kopfschmerzen kaum noch,

ich kann mich mittlerweile auf Zahn OP´s freuen ( immer mit der Hoffnung verbunden es sei nun die letzte und alles wird gut )…….

Also, im Endeffekt ist es ja doch weitergegangen, vielleicht bin ich nur einfach irgendwo falsch abgebogen……

Heute ist noch mal Handwerkertag. Die Außenfassade muß noch gestrichen werden, die Abdichtungen an der Duschwanne werden aufgepimpt und schon in Vorbereitung auf einen harten, kalten Winter wird dir Heizung gewartet. Viel netter Besuch, viel Lärm und einige Flaschen Wasser für die ausgetrockneten Herren. Schneller arbeiten sie dadurch aber auch nicht. Es ist aber auch viel warm hier in Hamburg. Nun stöhnen alle gleich wieder – wenns dann aber wieder regnet und kalt wird ist es dann auch nicht recht………mh……seltsame Menschen……naja, mir ist es egal – ich genieße die Sonne, warm ist mir eh durch viel Kortison und angeblich sollen ja Sonnenstrahlen sehr glücklich machen.
Ich häng jetzt mal die Füße in den Teich......

ist das peinlich genung Jutta ?????

Mittwoch, 24. Juni 2009

Wie - bitteschön - definiert sich Geduld ?

lt. Wiki steht da :
Das Wort Geduld (auch altertümlich: Langmut) bezeichnet die Fähigkeit, warten zu können. Oft gilt Geduld als eine Tugend.; ihr Gegenteil ist die Ungeduld.
Als geduldig erweist sich, wer bereit ist, mit ungestillten Sehnsüchten und unerfüllten Wünschen zu leben oder diese zeitweilig bewusst zurückzustellen. Diese Fähigkeit ist eng mit der Fähigkeit zur Hoffnung verbunden. Geduldig ist auch, wer Schwierigkeiten und Leiden mit Gelassenheit und Standhaftigkeit erträgt.
Na, dass trifft dann ja wohl auf mich zu……die Frage stellt sich nur, wie lange noch…..
Hintergrund dieser difizielen Wortbedeutungsanalyse ist, wie sollte es auch anders sein, ein Brief meiner Krankenkasse. Er ist so „nett“ geschrieben, dass ich nicht anders kann, als ihn hier wiederzugeben.

„Sehr geehrte Frau B.........,
es sollte schnell gehen, doch heute ist Ihre Geduld gefordert.
Bei der Bearbeitung fiel auf, dass noch etwas zu klären war.

Darum kümmern wir uns jetzt schon.
Sobald die Information vorliegt, melden wir uns wieder.
Mit freundlichen Grüßen!“




Ich denke, dieses Schreiben soll wohl zu meiner täglichen Belustigung beitragen, denn ernst kann das ja wohl keiner nehmen. Und ich – werde wohl langsam ungeduldig…….

Un·ge·duld die (kein Plur.)
1. die Unfähigkeit, ruhig zu warten
2. die Unfähigkeit, ruhig mit Schwierigkeiten oder Fehlern von anderen umzugehen
3. ein Zustand, in dem man nach Veränderungen strebt


"Ungeduld begleitet wahre Leiden." - William Shakespeare
"Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - aus Afrika


Schön wiederum ist, dass sämtliche Handwerker das Haus incl. aller Reste, Schmutz und Abfall soeben verlassen haben. Nun ist alles schick, kein Wasser mehr im Keller und das Wohnzimmer ist frisch gestrichen. Nun gilt es nur noch, die Schränke wieder einzuräumen, Andi davon zu überzeugen, dass eventuell das eine oder andere Glas im Keller verbleibt und für Wanddekoration zu sorgen. Aber das ist ja genau das woran ich Spaß habe.
Damit werde ich mir aber Zeit lassen, denn 3 Tage Lärm, Staub und Unruhe im Haus haben mir mal wieder deutlich meine Grenzen aufgezeigt. Ich bin ein Wrack, meine Allergie blüht, auf meinen Unterarmen könnte man Spiegeleier braten und ich keuche trotz Mundschutz und inhalieren. Die nächsten paar Tage werde ich wohl ein wenig kürzer treten müssen. Hoffentlich bleibt es jetzt so schön draußen, damit ich es mir mit Buch, leckeren Kaltgetränken und kleinen Häppchen und viel guter Musik gut gehen lassen kann.


Freitag, 19. Juni 2009

spannend ist anders.........

eine weitere, total „sinnbefreite“ Woche geht vorbei.
Ich habe nichts, aber auch wirklich gar nichts zustande gebracht.
Außer zahllosen Arztbesuchen, die an mir sowieso schon lange vollkommen emotionslos vorbeigehen und einigen „Gesprächen“ mit mehr oder weniger interessierten Handwerken – ist in dieser Woche nix erwähnenswertes passiert.
Der Keller ist immer noch nass, die Krankenkasse hüllt sich weiterhin in Schweigen, und ich bin immer noch krank. Seit ein paar Tagen vertrage ich auch kein Weizen mehr, daher bleibt mir jetzt außer den blöden Kartoffeln nicht mehr viel. Ich kann die Dinger bald nicht mehr sehen und immer öfter könnte ich – zumindest in Gedanken – Morde begehen für eine vernünftige Mahlzeit. Was täte ich nicht alles für eine Pizza, einen schönen Nudelauflauf oder eine Käseplatte mit lecker Rotwein. Es ist zum kotzen…. Im wahrsten Sinne des Wortes…..

Mit meinen „taube Füsse Infusionen" bin ich nun fertig…..und bin froh, dass es dadurch wenigstens nicht schlimmer geworden ist. Das nennt man glaube ich Teilerfolg.
Nun bekomme ich statt dessen täglich irgendwas in den „Hintern“ gejagt….und hoffe inständig, dass das wenigstens hilft - denn es ist einfach nur blöd, seine Beine ab Knie abwärts nicht mehr richtig zu spüren – und wenn ich etwas spüre, dann sind es Messerstiche in den Gelenken oder Ameisenmärsche durch das Innere meiner Beine. Und das finde ich ein bischen wenig.

Als Erfolg kann ich jedoch verbuchen, dass ich seit über 4 Wochen keinen Asthmaanfall mehr hatte und Nachts auch mal mehr als 2 Stunden schlafen kann.

Heute war Handwerker Nr. 1 hier und hat schon mal mit der Verwüstung begonnen – aber leider arbeitet diese Gattung Mensch ja Freitags nur völlig halbherzig und motivationslos, sodaß seit Punkt 12 Uhr der Keller wieder vereinsamt ist.
Am Montag morgen geht’s dann wohl richtig los. Bis dahin muß ich noch Unmengen an Gläsern aus dem dafür vorgesehen Schrank räumen und in Sicherheit bringen…….


Andi, du Jäger und Sammler : für was um Himmelswillen brauchen wir nahezu 200 verschiedene Gläser ???????


Von der Warteliste kann ich streichen : Zahnarzttermin !
Am 15.Juli ist der für dieses Jahr angeblich letzte OP Termin anberaumt. Ich hoffe, es bleibt dabei und ich überstehe die 6 Stunden Sitzung ohne schlimmere Folgen. Aber was soll schon schief gehen, kauen kann ich eh im Moment kaum bis gar nicht, und das wird nach der OP wohl nicht besser werden. Und ob ich danach nun auch noch Schmerzen im oberen Teil meines Körpers habe ist letztendlich auch egal, vielleicht vergesse ich dann ja die im unteren Bereich.


Im Moment gehe ich 2 mal in der Woche zum „Mund Turnen“ bei einer Physiotherapeutin, und kann den Mund auch schon wieder so weit aufmachen, das ich mit Messer und Gabel essen könnte, aber darf ja nix wofür ich diese Gerätschaften benötigen würde. Also auch eigentlich eine vollkommen nutzlose Beschäftigung ohne erkennbaren Sinn.

Mit meinen eher spirituellen Heilungsmethoden bin ich auch nicht so recht weiter gekommen. Ich habe gelernt meinen Namen zu tanzen,
habe eine „Eigenteebehadlung“ durchgeführt, trage Kiloweise Heilsteine mit mir rum und habe gelernt, das ein Medizinmann ein Mann ist, aus dessen Blut sich Medizin gewinnen lässt. Allerdings muß ich gestehen, dass sowohl meine Bettdecke als auch mein Kissen wieder mein nächtliches Rumliegen begleiten, da es mir doch zu kalt ohne alles war.

Nächste Woche werde ich mich mal mit Rezepten beschäftigen, die Heilung versprechen.
Ich habe da schon interessante Ansätze gefunden, die ich in meiner
Versuchsküche ausprobieren will.

Flusspferd in Weinsauce, Bananen – Kabeljau Eis , Das jüngste Gericht, Henkersmahlzeit, Knochenbrot und Lala – Sagne…..

Da hab ich wenigstens was zu tun ……..
Geh jetzt mal los und kaufe ein.
( Ob ich wohl das Flusspferd im Keller zwischenlagern kann ??? )

Schönes Wochenende………

Donnerstag, 11. Juni 2009

die Welt dreht sich weiter........

morgen ist die Beerdigung und mir ist schlecht. Es scheint alles so unwirklich und so weit weg. Ich bin so leer und so unendlich traurig, kann nichts davon in Worte fassen. Und trotz allem geht jeden Morgen die Sonne auf, die Vögel zwitschern und die Zeit rinnt davon. Nichts vom Leben verharrt…..

und trotzdem ist ein paar Häuser weiter nichts mehr wie es war………..


Leider geht es auch bei mir weiter, allerdings sehr verhalten und nachdenklich……. – wie banal und lächerlich erscheinen einem plötzlich die eigenen „Probleme“….


Ich kann einige Dinge von meiner „Warte-Liste“ streichen.
Ab heute zähle ich zu den Schwerbehinderten – ob ich mich damit nun besser fühle ?
Irgendwie ist es so endgültig, so abgestempelt – andererseits bestätigt mich dieses ganze Prozedere – ich bin also wirklich krank.
Welches dieser Gefühle überwiegt weiß ich noch nicht so genau.
Ich werde schnell eine Kopie von diesem Bescheid an meine Krankenkasse schicken. Vielleicht erleichtert es den anscheinend sehr überlasteten Entscheidungsträgern eine zeitnahe Entscheidung zu treffen……

Das Wassertreten im Keller wird ganz bald ein Ende haben.
Der Gutachter war da und hat festgestellt : Ein Rohr leckt ! Das zeugt schon von enormer Kompetenz und von gewaltiger Berufserfahrung, denn wer im Wasser steht und dies feststellt ist scheint schon ein zeimliches Genie zu sein.
Also werden wohl nächste Woche hier Scharen von Handwerkern sämtlicher Gewerke einfallen, einen Höllenlärm veranstalten, ne Menge Staub aufwirbeln und nach getaner Arbeit ein frisch gestrichenes Wohnzimmer und einen trockenen Keller hinterlassen. ( Hoffentlich ! )
Das ganze wird ca. 1 Woche dauern und ich bin noch am überlegen wo ich in dieser Zeit duschen soll – oder ich laß es mal ganz und hoffe, dass es für meine juckende Haut wie eine Therapie wirkt. Soviel waschen und duschen soll ja eh so ungesund sein. Ob ich dann allerdings noch das Haus verlassen möchte, scheint fraglich……


irgendwie ist mir nach betrinken ......

Samstag, 6. Juni 2009

warum……..

……..werden die Menschen aus ihrem Leben gerissen, die noch so viel vor hatten……?
Ich bin total leer, sprachlos und weine stille Tränen um einen Freund……….