Mittwoch, 4. Juni 2008

neue Ärzte - neue Diagnosen.....

Meine Rettung war dann der Tip meiner Psychologin, die ich mittlerweile 1 mal wöchentlich aufsuchte. Sie schickte mich zu einer Umwelt bzw. Naturheilkunde Ärztin. Ich war ziemlich skeptisch, da ich - als bis dahin sehr realistisch denkende Tochter einer Apothekerin- nichts von Heilpraktikern, Heilern und Kräutermixturen hielt. Deswegen war ich auch ziemlich verwundert als ich das erste mal mit meinen Fingern an den Augenbrauen da lag, klopfte und dabei summen sollte.
Das war das erste Mal seit Monaten, dass ich wirklich lachen mußte... ( wenigstens etwas ).
Dann wurden mir Dinge auf den Bauch gelegt, irgendwelche Acrylscheiben wurden hin und herbewegt und dann begann das Armdrücken. Hmmm…..naja..gut, denke ich mir, gib der Ärztin ne Chance…und außerdem ist es ja ein recht unterhaltsamer Zeitvertreib.


Ich machte also noch einen Termin aus und, naja, was soll ich sagen, ich fühlte mich plötzlich das erste Mal ernstgenommen. Aufeinmal bekam ich Antworten auf meine nie gestellten Fragen, viele Dinge machten aufeinmal einen Sinn und ich verstand plötzlich was mein Körper mit mir tut. Irgendwann kam zu der Diagnose Histaminintoleranz noch eine Palladuimvergiftung und eine Palladiumallergie. Und ich bekam sofort (man darf den anscheinend auch mit der Hand ausfüllen.....) einen Allergiepaß und Notfallmedikamente in die Hand gedrückt ohne die ich das Haus nicht mehr verlassen sollte. Dieses hat mir schon viel Ärger und Diskussionen in Arztpraxen, der Krankenkasse und Notaufnahmen erspart.
Mh...tja was bitte ist Palladium ? Mein Mund ist voll mit Brücken und Kronen die alle mit Metall unterlegt sind. Toll. Könnte es sein, daß meine schon eigentlich Jahrzehnte andauernden Zahn und Kieferprobleme damit zusammenhängen ??? Fragen über Fragen. Und vor allem, was nun und wie geht es weiter. Noch in der Praxis habe ich sofort sämtlichen metallhaltigen Schmuck abgelegt... seit dem lebe ich zeitlos...ohne Uhr...geht auch und mir wurde das erste Mal gesagt : Sie sind sehr schwer krank


Ich bin sehr froh, daß es Sie gibt Fr. Dr. Th.

Dienstag, 3. Juni 2008

...."sehen Sie die Krankheit als Chance"...hääääää ????

Das waren so ungefähr die ersten Worte meiner Psychologin im Erstgespräch.

Was soll denn das ???? "

Jetzt hast du eine blöde Krankheit. Nimm sie an. Mach das Beste draus." Wie soll man aus einer Krankheit das Beste machen?" - "Wie soll man aus ihr einen Sinn ziehen?"

Egal wie sehr man darüber nachdenkt. Die Krankheit selbst wird doch ohne Sinn bleiben, sinnlos also. Nutzlos. Unnütz. Etwas, das man nicht braucht.
Aber die Krankheit verändert das Leben. Nicht nur meines, sondern auch das meiner Familie. Und dabei nicht nur, wie ich am Anfang dachte, ins Negative.

Meine Krankheit wurde für mich zu einem Katalysator für die Sichtweise auf mein Leben.

Hey, ich bin in einem Loch – hol mich hier raus….mehr will ich ja gar nicht….,

Das Loch war noch nicht so tief..... Tabletten, regelmäßig zum Arzt. Ansonsten: Verdrängung.
Irgendwann: Noch eine Sorte Tabletten mehr. Fertig.
Nach Wochen wurde dieses Loch so tief, dass ich glaubte, den oberen Rand ohne professionelle Hilfe nie mehr erreichen zu können.


Das Leben ist endlich,
die Lebenszeit begrenzt


Plötzlich stelle ich soetwas fest..... mh, warum habe ich da noch niemals vorher drüber nachgedacht ? Ich habe mir doch immer nur Sorgen um das Leben Anderer gemacht…dann stelle ich zu meiner Freude auch noch fest: Hej, das Leben aller Menschen ist endlich und ihre Lebenszeit ist ebenfalls begrenzt.
Immer wieder höre ich ein Lied von "Bon Jovi":

It's my life
and it's now or never
ain't gonna live forever
I just want to live while I'm alive.

Es ist mein Leben
Es ist jetzt oder nie
Ich werde nicht ewig leben
Ich möchte eben leben während ich am Leben bin.
......................

Die Sorgen um meine Zukunft
verändern die Zukunft nicht
Die Krankheit hat mich und meine Sicht auf das Leben sehr verändert.

Was habe ich in den letzten 20 Jahren eigentlich gemacht ? Irgendwie habe ich nur funktioniert, war immer für alle anderen da, habe gearbeitet und mir Sorgen gemacht. Sorgen um andere Menschen die mir nah( oder auch nicht so nah ) waren. Wie ein Magnet habe ich alle Probleme angesaugt und dann meistens zur Zufriedenheit gelöst. Darin war ich Weltklasse. Aber niemals war Zeit für mich. ( Im Verdrängen eigener Gedanken habe ich auch zumindestens 1 Goldmedallie verdient). Unruhe war meine Haupteigenschaft. Ich hatte früher keine recht deutliche Vorstellung von meiner Zukunft, keinen Lebensplan. Niemals habe ich es gewagt über das chaotische Verhältnis zu meinen Eltern und die doch recht seltsame Familiensituation nachzudenken. Kamen solche Gedanken einmal hoch, wurden sie ganz schnell mit Alltagsproblemen gedeckelt. Es wurde eben nur immer schnell schnell Schadensbegrenzung betrieben und gut war. Heute sind meine Vorstellungen von der Zukunft klarer.
Ich will aufräumen in meinem Leben…
ich will viel mehr Zeit für mich und meine Gedanken,
will für mich da sein,
will für mich Sorgen,
ich will wieder das Leben spüren, das Gute und auch das schlechte.
Was nützt es, wenn ich mir Sorgen wegen meiner Krankheit mache, und stolpere morgen die Treppe hinunter und breche mir das Genick. Ich will sorgsamer mit mir und meinem Körper umgehen und will mein Lachen nicht verlieren, aber ich werde nicht zulassen das die Krankheit von mir Besitz ergreift.

Irgendwann nämlich traf mich dieses wie ein Schlag:
Nur Sorgen machen verändert meine Zukunft nicht, aber sie belasten meine Gegenwart.
also habe ich angefangen, in meinem Leben aufzuräumen.
Habe „Ballast“ abgeworfen und fühle mich schon ein bisschen erleichtert.
Ich habe „Freunde“ zu „Feinden“ gemacht,
Bekannte sind zu Freunden geworden,
viele Menschen gibt es einfach nicht mehr in meinem Leben,
ich nutze die Zeit – auch mal zum „Nichtstun“ und denken,
Meine Freiräume werden in Zukunft auch meine Freiräume bleiben – und dass ganz ohne schlechtes Gewissen.
Ich werde öfter „Nein“ sagen und auch dabei bleiben – mit einem Lächeln im Gesicht.
Und ich habe angefangen meine Vergangenheit zu überdenken und viele viele Dinge sind mir auf einmal klar und ich verstehe warum mein Leben bisher so gelaufen ist…..
und das alles fühlt sich gut an für mich.

Ich habe zwar eine blöde Erkrankung. Ich kann es nicht ändern. Meine Zukunft ist ungewiss (wie die aller anderen Menschen auch). Darum sollte ich mich vielleicht besser auf die Gegenwart konzentrieren. Dieses "Jetzt", das ist der wichtige Part im Leben. Ob man eine Krankheit hat oder nicht. Das alles führt natürlich auch zu „Rückschlägen“ denn nun wollte ich natürlich sofort jeden guten Tag nutzen um ja nichts zu verpassen, allen zu beweisen, dass ich noch am Leben bin. Nach dem Motto: "Ausruhen kann ich mich, wenn ich tot bin." Inzwischen nutze ich meine doch recht spärliche Energie sehr bewußt. Und trotzdem intensiv. Ich breche nicht mehr vor Wut zusammen, wenn ich merke das bestimmte Dinge einfach noch nicht wieder gehen. Ich freue mich einfach nur, wenn ich ohne Konzentrationsstörungen mal ein paar Seiten in einem Buch lesen kann, wenn es mir gelingt, den Kampf mit den Spannbettlaken zu gewinnen, oder ein kleiner Einkauf mich nicht übermäßig belastet. Aber mein Leben bleibt anders als vor der Krankheit, denn ich habe das Gefühl, bewusster zu leben. Ich freue mich morgens über jeden Sonnenaufgang, ich schiebe Dinge nicht mehr vor mir her, ich gehe nicht mehr gedankenlos mit mir und meinem Körper um, kann endlich auch einmal jemanden um Hilfe bitten ohne schlechtes Gewissen, ich genieße die Stille und lerne Menschen kennen, die ich meinte schon lange zu kennen, ich lache viel, ich lebe und ich liebe….alles sehr viel bewusster.
Und ich habe auch meine schlechten Tage...

........und nochetwas habe ich gelernt : Psychologie ist superspannend.....Danke Frau B.

was ist Histaminintoleranz ?

Ursache : Histamin wird im Körper durch das Enzym Diaminoxidase (DAO) abgebaut. Bei einer Histaminintoleranz ist die Aktivität dieses Enzyms eingeschränkt und durch die Nahrung aufgenommenes und im Körper gebildetetes Histamin kann nicht oder nur teilweise abgebaut werden.
Beim Verzehr histaminhaltiger (z. B. Rotwein oder Hartkäse) oder histaminfreisetzender Nahrungsmittel kommt es zu einer pseudoallergischen Reaktion des Körpers. Auch bei körperlicher Anstrengung (z. B. joggen) oder seelischer Erregung (Prüfungs-Nervosität) schüttet der Körper vermehrt Histamin aus.
Außerdem gilt es noch zu erwähnen, dass der Körper im Zuge von Infektionskrankheiten (z. B. grippaler Infekt) eine geschwächte Abwehr hat und somit bei histaminreicher Ernährung noch empfindlicher ist, als sonst. Außerdem gibt es viele Medikamente, die das Enzym Diaminoxidase blockieren, und somit wiederum eine erhöhte Histaminbelastung für den Körper darbieten

Symptome einer Histamin-Intoleranz können sein: Rötung und Hitzegefühl des Kopfes, Kopfschmerz, See- bzw. Reisekrankheit, behinderte Nasenatmung (entweder durch Engstellung oder auch Fließschnupfen, Nasenschleimhautschwellung, Magen-Darm-Beschwerden (von Krämpfen über Blähungen bis zu Durchfall, oft fälschlicherweise Reizdarm diagnostiziert), Flatulenz, chronisch-niedrigem Blutdruck (Hypotonie), bronchiale Obstruktion bis zu Asthmaanfällen, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen und Nesselsucht (chronisch und/oder akut) sowie Neigung zu Ekzemen. Weitere Symptome sind Sekundenschlaf beim Autofahren wegen Anschwellen der Nasenschleimhäute und damit verbundener Schlaflosigkeit bzw. Apnoe in der Nacht.

......das hab ich von Wiki geklaut....

Montag, 2. Juni 2008

Was bis jetzt diagnostiziert wurde :

Schwere Histamin Intoleranz ( DAO Wert 1,0 Histamin im Blut 6,2 )
Laktoseintoleranz ( nix mehr mit Milch )
allergisches Asthma

Mastozytose
Urticaria ( Nesselsucht)
Neurodermitis
Allergien gegen Gräser, sämtliches Getreidesorten, Hausstaub, Nüsse, Soja, sämtliches Kern und Steinobst, Reis, fast alle Gemüsesorten, Palladium, ein bisschen Katze und gefühlte 1000 Dinge mehr.......
Schwere Palladiumvergiftung
Chronische Nasennebenhöhlenentzündung
Kiefernhöhlenentzündung
und den Rest hab ich vergessen

Freitag, 16. Mai 2008

Wirre Gedanken.........

...ein Tag ohne atmen
...ohne Licht und ohne lachen
...flügellahm liege ich da und träume von einer schmerzlosen, warmen Leere
...und es folgt unruhiger bunter Schlaf ohne happy end
...Minuten der ersten Energie gehen schnell über in Enttäuschung wieder nichts aus dem
bischen Kraft geschaffen zu haben.
...aufraffen, loslegen und keine Angst es wird schon gehen
...das Leben ohne lachen ist nicht meins
...habe Hoffnung, Gas geben, loslaufen, loalachen – welch tolle Aussicht auf mein Leben.
...mutmachen, die Schmerzen weglegen – in die hinterste Schublade und loslegen – das ist mein
Traum



Welch tolle Überraschung wird es sein, wenn das alles mal wieder funktioniert




Ich freu mich drauf

Mittwoch, 30. April 2008

Mein erster Ausflug in die Welt von Heilpraktikern, Kügelchen und "Hokus Pocus"....

Nachdem ich mich ja nun schon in „Behandlung“ einer Psychologin begeben hatte, war der Besuch eines Heilpraktikers ja vorprogrammiert. Wenn schon - denn schon ! Wenn man „eigentlich gesund“ ist und kein „richtiger“ Mediziner so wirklich was findet – dann geht man dorthin….so waren meine Gedankengänge solange ich denken kann. Habe immer skeptisch geschaut, wenn jemand seine Kügelchen vorzeigte, oder von Pendeln, Wasseradern und Hypnose sprach. Für mich alles Quacksalber und irgendwelche Überirdischen, die in mein „wirkliches“ Leben nicht reinpassen. Dieser Eindruck sollte ersteinmal bestätigt werden. Nach einem Vorgespräch begann der Heilpraktiker mit seinen Untersuchungen. Er machte eine Augendiagnose und sagt : Sie haben sehr viele Allergien…..na toll – das war mir nicht ganz neu. Dann lag ich auf einer Liege, hatte einen Metallstab in der Hand und er strich mit irgendetwas über meinen Körper….Er stellte tatsächlich fest, das mein Körper Wasser einlagert….mh, tja ca 10 kg schätze ich mal durchs Kortison, das sagte ich ihm dann auch….und er – ahchja…das mag wohl ein, aber muß nicht. Und dann sagte er noch, machen sie viele Waldspaziergänge, dann geben sich die Allergie von alleine, weil sich der Körper dann dran gewöhnt. So so und das mitten im Frühjahr – warum bin ich nicht von alleine drauf gekommen ? Das ist ja einfach. Ich habe es dann lieber gelassen – sowohl die Spaziergänge im Wald, als auch die weiteren Besuche bei diesem Herren.

Im Nachhinein muß ich für mich feststellen, dass dieser Heilpraktiker von mir überhaupt keine Chance bekommen hat, weil da meine Einstellung zu meiner Krankheit noch eine ganz andere war und ich immer noch dachte, gebt mit Tabletten, oder Spritzen, ich schone mich noch 1 – 2 Wochen, und dann bin ich wieder gesund.

Schick war im Anschluß noch seine Rechnung, für das Geld hätte ich gut und gerne 1 Woche Urlaub machen können. Und so viel Spaß hatte ich in der Praxis auch nicht….. aber ich bin zu Schwach und zu lethargisch um mich damit auseinander zu setzten…..leider

Dienstag, 15. April 2008

ich glaube es hat klick gemacht....

Powerfrau
Aufstehen, duschen, fit sein für den Tag, einen Kaffee runterstürzen, Lächeln aufsetzen und den Tag besiegen wollen. Schnell noch Energie und Fröhlichkeit an der Garderobe abholen und los geht das Schauspiel. Alles gemeistert, Eindruck geschunden, Erfolge verbucht und oberflächlich gelebt. Freunde beglückt mit guter Laune, immer dabeisein – das ist wichtig. Nur nichts verpassen. Irgendwo ein kleines Problem, oder darfs eventuell auch eine große Katastrophe sein…egal wie spät es ist, ich bin dabei. Schlaf – ach Schlaf brauch ich nicht….wer schläft ist alt und verpasst das Leben. So wird jeder Tag zum Erlebnis, zur Herausforderung. Stolz den Tag verabschieden und den nächsten planen, damit nichts schief geht. Kurz vor dem Einschlafen – das Herz stolpert – warum nur ? Unruhiges Leben – unruhiges Herz… ich fühle mich gut …. Lebenslüge ?

Und nu….
Aufwachen, den neuen Tag spüren, Kopfkino auf schöne Bilder programmieren…langsam und behutsam den Körper aufwachen lassen und sich freuen, das es nicht schlimmer geworden ist. Den ersten Kaffee genießen. Nur lächeln wenn einem auch danach ist und weinen können wenn man traurig ist. Das Ja – Sagen hat ein Ende…..jetzt ist Nein – Sagen aktuell…..und nicht alle Freunde müssen Freunde bleiben und fremde Probleme sind nicht meine – sondern fremde eben……Das tut mir gut

Sonntag, 30. März 2008

..wie man mit einer "Reisdiät" 15 Kilo zunimmt...oder man kann Kortison auch hassen...

Da liegt man seit Wochen eigentlich völlig unproduktiv nur rum, wälzt sich von einer Seite auf die andere und wird von Tag zu Tag fetter und unbeweglicher. Nach wie vor besteht mein Speiseplan aus Reis, Kartoffeln, Salatgurke und noch ein paar anderen völlig unbedeutenden geschmacklosen Dingen. Vor meinem „geistigen“ Auge laufen eigentlich permanent leckere Menüfolgen ab und ich leide….und irgendwann merke ich das wohl die Temperatureinstellung meiner Waschmaschine kaputt sein muß…..alle Klamotten spannen plötzlich – die müssen eingelaufen sein. In den Spiegel schaue ich schon lange nicht mehr…und irgendwann steige ich mal auf die Waage – die muß auch kaputt sein…..oh mein Gott : ich wiege fast 70 kg…dunkel erinnere ich mich an mein Gewicht im Sommer 2007…. Da wog ich 57 kg ! Das können keine Rundungsdifferenzen sein. Scheiß Kortison ! Bewegung muß her und das Kortison muß weg. Also bespreche ich mit meinen Ärzten den „Ausschleichplan“ und dosiere runter. Die ersten Wochen geht das völlig problemlos, das Gewicht stagniert aber ich nehme nicht mehr zu. Alles anscheinend ganz easy denke ich und bin total zuversichtlich. Mit weniger Kortison komme ich also auch klar. Toll. Dann habe ich runterdosiert auf 12 mg tgl. und der Alptraum begann. Nachts um 3 begann „der Mann mit dem Messer“ meine Gelenke zu bearbeiten. Das war ziemlich heftig und ich konnte diesen Schmerz durch nichts verändern. Laufen war fast unmöglich, Kälte half nix und Wärme machte alles nur noch schlimmer. Oft liefen mir nachts vor Schmerzen die Tränen runter und ich wollte sterben. Pünktlich morgens um 6 Uhr nachdem ich meine vorgeschriebene Dosis von dem Teufelszeug nahm verschwanden diese Schmerzen nach kurzer Zeit. Aber nach 4 Wochen war auch der Spuk vorbei und ich kam mit 24 mg pro Woche hin. Toller Nebeneffekt waren mindestens 4 Stunden Schlaf am Stück….nur mein Gewicht veränderte sich nicht…. Mittlerweile passte ich nicht einmal mehr in meine Schlabberjeans. Krank und Fett ist geht gar nicht. Meine Mutter meinte eines Tages zu mir :“Iß doch nicht so viel, Du wirst langsam fett !“…..ach Mama, Du wirst mich niemehr verstehen – da in deiner Welt…und ich verfluche die Demenz, denn es gibt einfach Momente wo auch ich mich mal trösten lassen möchte. Mich fallenlassen können und mal für einen kleinen Moment mal wieder Kind sein dürfen….
Und nun, Ende März habe ich es geschafft . Kortisonfrei !!!! Und tatsächlich nehme ich im gleichen Tempo ab, wie ich zugenommen habe. Nie wieder, hoffe ich – muß ich dieses Teufelszeug in so hoher Dosierung nehmen. Ich bin mir sicher, dass mir dieses Medikament das Leben gerettet hat, aber in Zukunft werde ich verhindern, dass es überhaupt wieder nötig
wird. …….

Und morgen habe ich Geburtstag und werde bei „Pana“ schlemmen…..
nächstes Jahr feiern wir wieder alle zusammen – versprochen !

Donnerstag, 21. Februar 2008

wo ist bloß das Licht ..............?

An die nächsten 2 Monate kann ich mich nur schemenhaft erinnern.
Hochdosiertes Kortison und Hammer Antibiotika verschleiern meine Erinnerungen total.
Tägliche Infusionen, bis zu gefühlten 37 Tabletten am Tag ( die meisten gegen die Nebenwirkungen von anderen) und ein Leben ohne Schlaf….eben Dämmerzustand....

Innerhalb von 4 Wochen nahm ich knapp 15 Kilo zu, bekam das typische Kortisongesicht, überstand etliche Fressattacken und verbrachte Weihnachten ohne es zu registrieren – nichteimal der Besuch meiner Schwiegermutter regte mich auf. Von meinem Mann bekam ich einen Plüschhamster geschenkt. Wie witzig ! ........und da war doch noch was mit nem Hamsterlaufrad
Der Ausschlag kam und ging wie er wollte und eine Diagnose hatte ich immer noch nicht.
Die Nächte verbrachte ich überwiegend sitzend im Bett um Asthmaanfällen vorzubeugen, meine Stimme war fast gänzlichst weg. Ich quietschte wie Micky Maus. Anfang Januar dann der erste Versuch das Kortison runterzudosieren, schlägt fehl… dann los, die Ärztemaschinerie fängt an zu laufen. Mein Hausarzt ist der beste, den ich mir wünschen kann. Mein Blutbild war eine Katastrophe, Er schickte mich zum Lungenfacharzt, zum Radiologen, Allergologin, Gastrodingens, HNO etc..etc…und jeder hat ne andere Idee, einen anderen Befund aber richtig sicher war sich keiner. Im Universitätskrankenhaus wurde mir gesagt, cremen sie sich einfach öfter ein, dann geht das sicherlich weg und schickten mir für diesen rasend wichtigen Tip eine Rechnung in 3stelliger Höhe mit der Diagnose : Vitaminintoleranz !

Gleichzeitig habe ich auch im Januar wieder angefangen zu Arbeiten. Immerhin war ich ja fast 8 Wochen zu Hause. Das reicht ja wohl um wieder gesund zu werden....also quälte ich mich jeden Morgen ins Büro, um unter Aufwendung meiner ganzen Kraft zu lächeln, Spaß zu machen und den Schreibtisch leer zu bekommen. Nach 4 Wochen war ich auf dem aktuellen Stand, der Schreibtisch war wieder zu überschauen, ich war total platt und bekam als Dank am 01. Februar meine Kündigung überreicht . Das Schicksal eines Freiberuflers hatte zugeschlagen.....und ich durfte nach Hause in mein Bett - im Nachhinein hat mir das wohl das Leben gerettet, denn ich glaube nicht, dass ich noch länger als einen Monat durchgehalten hätte.....so wird einmal mehr eine schlechte Nachricht zur Chance.....











Mittwoch, 30. Januar 2008

gibt es ein Vorher ..........?

Die Vorgeschichte ist relativ „kurz“ erzählt : Als Kind habe ich schon immer Milch gehasst, aber musste sie ständig trinken – weil ist ja gesund….hab sie meistens wieder auf dem Schulweg ausgekotzt…wurde schon zur Routine. Habe schon immer leichtes Asthma gehabt, das aber, bis auf die jährlichen Nordseebesuche, nicht weiter behandelt wurde und Heuschnupfen wurde von mir selber im Sommer mit Augentropfen und Nasenspray behandelt. ( ich frage mich nur warum meine Eltern immer so stolz auf ihre blühende Wiese im Sommer waren......)
Ich habe sehr lange Leistungssport getrieben und war dadurch ja ziemlich gesund und immer fit….und dann, so ca. vor 10 Jahren brach ich plötzlich im Urlaub nachts zusammen. Ich wurde ziemlich erfolglos auf Fischvergiftung behandelt….dies wiederholte sich in den nächsten Jahren recht regelmäßig, jedes Mal dauerte es länger, bis ich mich wieder richtig erholt habe. Nie richtig krank – aber auch nie richtig gesund. Irgendwann habe ich den permanenten Schwindel schon als normal angesehen und ihn ignoriert. Als dann vor gut 3 Jahren plötzlich auch noch mein Herz anfing seinen Rhythmus phasenweise zu verändern, bekam ich es doch mit der Angst und bin zum Arzt. Das ganze Programm : Ultraschall, Röntgen, EKG mit und ohne Fahrrad, Dauer EKG über 3 Tage…. Und dann die Diagnose : Da ist nix, sie sind völlig gesund…Auf meinen Einwand, da seien doch massive Aussetzer wurde mir mitgeteilt – ja klar aber die haben aber keinen medizinischen Befund. Wenn es stört können sie ja Betablocker nehmen. Naja, also hab ich damit gelebt, das mein Herz ab und zu halt ausgerastet ist, hab das Rezept für die Blocker entsorgt und gut war. Mein Blutbild war auch ok, also war ich gesund. Erste Gedanken machten sich bei mir breit, es könnte je psychisch sein. Langsam bekam ich aber die Watte aus meinem Kopf nicht weg, alles um mich herum war weit weg, wie im Nebel. Ich habe nur noch funktioniert, habe 18 Stunden am Tag im Job und im Familienleben funktioniert und die restlichen Stunden versucht zu schlafen. Fast jeden Morgen habe ich mich verkatert gefühlt, habe Stunden gebraucht wach zu werden, aber so richtig klar war ich nie. Habe gänzlich den Spaß an fast allem verloren….und irgendwie gespürt, das mit mir etwas nicht stimmt. Bekam dann Rückenschmerzen dazu, die ich versuchte beim Chiropraktiker zu lindern. Das ging immer wieder für ein paar Tage gut, ein Röntgenbild ohne Befund mehr in meiner Sammlung, und jedes Jahr im November bekam ich meine obligatorische Nasennebenhöhlenentzündung die , auch wie immer, mit Antibiotika behandelt wurde und meistens so Ende Januar dann besser wurde. Von Monat zu Monat vertrug ich weniger Nahrungsmittel, ich bekam Durchfälle, Magenprobleme und migräneartige Kopfschmerzen. Mal wieder zum Arzt. Magen Darm Virus stand hoch im Kurs. Also Zwieback, eklige Tees und der Versuch endlich mal zur Ruhe zu kommen. In mir setzt sich mehr und mehr der Gedanke fest, das ich spinne und sich doch alles nur im Kopf abspielt, weil ja immer alle Werte völlig ok waren. Zu den eh schon vorhandenen Rückenschmerzen kamen Gelenkschmerzen, die mal hier mal da waren….ich geh nicht schon wieder zum Arzt, die halten mich ja bald für bekloppt. Also – auch ignoriert. Teilweise habe ich mich auf allen Vieren bei uns im Haus die Treppen rauf geschleppt und war total aus der Puste. Achja : Lungenfunktion war auch ok ….
Nach und nach ließ meine eh schon angeschlagene Konzentrationsfähigkeit total nach und ich bekam die ersten Probleme beim Arbeiten. Plötzlich dauerte alles doppelt so lange und ich vergaß Dinge komplett. Einkäufe wurden für mich zum Horror, viele Menschen auf einem Haufen wurden mir plötzlich unheimlich und immer häufiger hatte ich mit massiven Kreislaufproblemen zu kämpfen. Das Leben wurde zur Qual. Gerüche, ob gut oder schlecht bereiteten mir machmal regelrechte Übelkeit und der kalte Schweiß stand mir auf der Stirn. Ohne Schmerzen verging kaum ein Tag. Ich nahm kaum Medikamente, halt ab und zu mal ne Schmerztablette, ansonsten nix, weil – ich hatte ja nix. Irgendwann wars mir dann echt zuviel und ich beschloss, mir einen neuen Hausarzt zu suchen. Lange Rede, kurzer Sinn ….. Diagnose : beginnende Wechseljahre ( ich war grade 42 geworden !), psychische Probleme, Burn out aber nix was man behandeln muss. Schlafen sie mal richtig aus, dann werden sie sehen – alles wird gut . Hurra – eigentlich bin ich also gesund….dann schlaf ich mich mal aus. Aber, meistens kommt es ja anders als man denkt : Nix wurde gut. Plötzlich, im Oktober 2007, bekam ich wie aus heiterem Himmel ätzend juckende Kopfhaut und juckende Hände. Da mein Wechseljahr/Burn-out Hausarzt im Urlaub war, ging ich dann mal zum Nächsten. Der sah mich an, sagte : mh, das sieht aus wie ne Allergie, gab mir ne Spritze und einen Termin für ne genaue Untersuchung. Dieser Termin fand dann leider schneller statt, als mir lieb war. Ich wachte nachts auf, mir war hundeelend hatte Schweißausbrüche, meine Haut glühte, Schüttelfrost vom allerfeinsten, mein Kreislauf war völlig unten und mein Herz raste, ich schleppte mich ins Bad und sah im Spiegel jemanden, den ich nicht erkannte. Ein total zugeschwollenes Gesicht, Botoxlippen ( dafür bezahlen viele Menschen n Haufen Geld) . Mein ganzer Körper übersäht mit heißen roten juckenden Quaddeln. Ich legte mich auf die kalten Fliesen im Bad um zu sterben. Aber , ich starb nicht …. mein Mann fand mich und der Notarzt tat dann seinen Teil mich weiterleben zu lassen.Anaphylaktischer Schock ohne bekannte Auslöser. Aha !