Freitag, 12. Februar 2010

EMG, braun und weiß.........

ich habe es überlebt, dieses EMG und es war schrecklich. Noch schrecklicher ist es allerdings, dass es nur ein Teil der Untersuchung war und ich nächste Woche – weil es ja so schön war – noch mal hin muß, um dann meinen Unterkörper foltern lassen darf. Heute war nur der obere Teil dran. Begeistert sein ist etwas anderes. Ich war sehr sehr froh, das Andi im Wartezimmer saß und nach den Untersuchungen immer für mich da war. Ganz alleine wäre es noch viel doll schlimmer gewesen. Also warte ich nun, dass es ganz ganz schnell nächste Woche Donnerstag wird und ich es dann für dieses Jahr geschafft habe. Und wenn der durchaus nette Arzt dann immer noch so blöde grinst, bevor er den Strom durch die Nadeln, die in meinen Beinen stecken, jagt, dann kann er was erleben, der blöde Sadist der……
Ich kann kein Braun mehr sehen. Seit 1 Woche kratze ich dunkelbraungeblümte Tapeten von den Wänden.
Es macht es auch nicht besser, das in unterschiedlichen Räumen unterschiedliche Blumenmuster hängen und es macht es auch nicht besser, das zwischendurch auch mal braune Streifendekore das ganze auflockern. Wirklich verbessert wird das ganze allerdings durch gute Hörbuchkrimis, stets frischem Kaffee und dem Gefühl, etwas geschafft zu haben…… ( 1/3 ist erledigt ). Und wenn das abkratzen von Tapeten zu langweilig wird, ist da ja noch Teppich, der rausgerissen werden muß, Teppichkleber zum abkratzen und ein Keller, der einen neuen Fußbodenanstrich benötigt. Ich habe gut zu tun und bin erstaunt, dass ich nach über 2 jähriger „Bettlägerigkeit“ doch so leistungsfähig bin. Das macht mir Mut und weckt in mir die leise Hoffnung doch noch nicht ganz im Ars** zu sein.
Ich kann auch kein Weiß mehr sehen. Es ist zwar alles so friedlich und ruhig mit dem ganzen Schnee aber ansonsten kann ich dem Gelumpe langsam nichts positives mehr abgewinnen. Mein sommerbereiftes Auto ist mittlerweile unter den Schneemassen vollends verschwunden. Der winterbereifte Smart steht mir nur morgens von 7.00 – 9.00 zur Verfügung und mit Krücken durch den Schnee zum einkaufen ist auch so ziemlich das letzte was mir Spaß bereitet. Die Nupsis unten an den Stöcken sind nass geworden sehr sehr kontraproduktiv – das musste ich nun schon mehrfach ( Frauen sind doch wohl eher selten bei ersten Mal überzeugt ) feststellen aber die Blutergüsse heilen langsam ab. Herr Oldie ist da mit seinem Gehwagen doch um einiges flexibler – nicht das ich ihn drum beneide………
Die Oldies haben in Moment genug mit der Planung der Anschlußreha, Unterbringung von Frau Oldie, Suchen von verlegten Dingen, andere Dinge verlegen, rumstreiten und organisieren von der nächsten Familienfeier zu tun, sodaß ein mehrmals tägliches Anrufen im Moment ausbleibt. Das finde ich durchaus angenehm und hoffe darauf, dass dieser Zustand noch ein wenig anhält. Erneute Katastrophen sind natürlich nicht ausgeschlossen.
Morgen wird Andi mit viel Vorfreude den Schlagbohrmeißelklopfbohrdübelhammer schwingen um im Haus des Grauens sämtliche sanitären Bereiche von Keramik aller Art zu befreien. Ich bin gespannt und werde diesem Ereignis aus der nötigen Distanz mit Atemschutzmaske und tapetenabspachtelnd gerne beiwohnen. Der Umzugstermin steht fest. Wir werden ab Ende Mai im Haus des Grauens wohnen und ich hoffe, bis dahin ist mir ein neuer Name für unser Heim eingefallen.

.....und dann wollte ich noch erwähnen,
dass es sehr sehr schön ist wirkliche Freunde zu haben......
dass ich einen Flam(m)kuchen gegessen und vor allem auch vertragen habe.......
dass ich eine Mango gegessen haben und nicht vertragen habe......
dass Lotta uns jeden Tag dankbar anschaut, weil sie der Meinung ist, wir haben den ganzen Garten extra für sie mit Katzenstreu aufgefüllt.....
dass nachts Sockenstricken recht produktiv ist......
und,
dass es mir jetzt grade richtig gut geht und ich mich auf die Winterolympiade freue...... und das ganze Karnevallsgedöns immer noch ganz ganz gruselig finde.......

Mittwoch, 3. Februar 2010

och....




Mariechenkäfersocken........ bzw. bis jetzt erst eine Mariechenkäfersocke, die noch auf eine weitere schlaflose Nacht wartet, damit sie sich paaren darf.
Ich allerdings würde ein durchschlafene Nacht bevorzugen und auf die Herstellung von Socke Nr. 2 gerne bis ins Jahr 2015 warten.......

Mir schwirrt der Kopf, bin innerlich hundemüde - aber komme einfach dahinter, warum ich nach zügigstem Einschlafen nach 2 Stunden aufwache und dann bis zum Weckerklingeln um 7.00 Uhr kein Auge mehr zutue. Bin ich nicht ausgelastet ? Manchmal wundere ich mich, dass mir in knapp 2 1/2 Jahren Krankheit noch nicht eine einzige Minute langweilig war.... und die Fotos der letzten 20 Jahre liegen immernoch im Karton und warten auf..auf was eigentlich ?

Und schon wieder ist ein Tag fast vorbei und ich frage mich, wo die Zeit geblieben ist...ich wollte doch so viel - und habe so wenig davon erledigt. Vielleicht schlafe ich ja doch tagsüber und merke es garnicht ?

... und dann war da noch der Mann, der heute an meiner Tür klingelte und mir Dinge aus einer Behindertenwerkstatt verkaufen wollte. Ich zeigte ihm wohl nicht genug Begeisterung für seine Bürsten und Lappen. Und als ich mich dann auch noch freundlich aber bestimmt weigerte, mir fußgemalte Grußkarten anzusehen, wurde er ausfallend und pöbelte gleich los...... blabla herzlos...blabla ......arrogant.....blabla.....er wünsche mir auch eine Behinderung......blabla.......

Hätte ich nun meinen Schwerbehindertenausweis zücken sollen um mich zu rechtfertigen ?

oder habe ich in meinem Vorleben schoneinmal einen solchen Vertreter böse behandelt und sein Wunsch ist nun in Erfüllung gegangen ? Ist das vielleicht der Schlüssel zu meiner Krankheit ?

Fragen über Fragen, deren Beantwortung aber zuviel meiner kostbaren Zeit stehlen würde. Da gehe ich lieber heiß duschen und mache es mir jetzt ein bischen mütlich...... mit Lotta, Mariechenkäfer und einer Socke....


Dienstag, 2. Februar 2010

es wird....

langsam ein Parkett ! Nach etlichen Versuchen habe ich nun herausgefunden, dass es am besten mit einer Heißluftpistole geht. Tatsächlich schafft diese Variante am meisten weg und es macht richtig Spaß – außer den etlichen Brandblasen, denn das Ding wird tatsächlich heiß – sehr heiß !

So hoffe ich also, das ich Mitte Februar das Wohn- und Esszimmer fertig gespachtelt habe und mich dann den anderen ungefähr 7.587 to do Dingen widmen kann.
Der erste Umzugskarton ist seit gestern auch gepackt.
Inhalt : Steuerunterlagen der Jahre 1991 – 2008.
Aufschrift :Dachboden…bloß weit weg mit dem Ballast.
Langsam wird das Projekt „wie verwandeln wir das Haus des Grauens in ein Wohlfühlhaus allergisch akzeptabel und möglichst kostengünstig“ zu meiner Hauptaufgabe und füllt ca. 20 Stunden meines Tages. Einige davon mit körperlicher Arbeit und viele viele Stunden Kopfarbeit. Es schwirrt da oben….Laminat, Farben, Türlösungen, Beschläge, Pelletheizung, Kellerbodenversiegelung, Fenster, Deko, Küche etc etc etc. Ich habe aber das Gefühl, dass im Moment noch die Freude an diesen Gedanken überwiegt. Brenzlig scheint es nur zu werden, wenn dann irgendwann Zeitdruck dazukommt. Das möchte ich so weit möglich vermeiden.
Das Haus, in dem wir im Moment wohnen, soll nun verkauft und nicht weitervermietet werden. Vielleicht hat das den Vorteil, dass uns abschließende Renovierungsarbeiten erspart bleiben. Wir werden es erleben.
Es schneit mal wieder… und wenn sogar mich Schnee schon nervt, dann reicht es. Ich verlasse das Haus nur noch mit Krücken als zusätzlichen Halt, aber auch das erweist sich als tückisch, da die Gummiproppen naß den Effekt haben sehr sehr rutschig auf glattem Untergrund werden und meine Erdanziehungskraft erheblich steigt.
Gut das die „Baustelle“ nur 8 Schritte entfernt ist.
Nächste Woche habe ich einen Termin bei meinem Lieblingsneurologen zu einer Verlaufskontrolle und mir bricht jetzt schon der Schweiß aus, wenn ich daran denke was er mit mir anstellt. Ein erneutes EMG steht mir bevor. Das ist diese Folteruntersuchung wo mir überall Nadeln in den Körper gesteckt werden und dann Strom durchgejagt wird. Ich bin ja durch die letzten 2 Jahre Krankheit relativ gelassen geworden, was OP´s, Untersuchungen jeglicher Art und Schmerzen angeht, aber davor habe ich echt Schiß. Hoffentlich ist bald Freitag der 12.te 14.00 Uhr, dann ist alles schon vorbei und ich fahre anschließend mit Andi, als Belohnung Küche kaufen - aber nur wenn ich das ganze überlebt habe...
Inzwischen sind Socken für Andi

auch fertig und ich verfalle grade wohl einer neuen Sucht, denn das macht echt Spaß und verkürzt mir die schlaflosen Nächte…. und ich habe das Gefühl etwas nützliches erschaffen zu haben. Das nächste Paar ist schon in Arbeit. …..
ich geh dann mal wieder spachteln.....

Montag, 25. Januar 2010

48 Stunden ..........

mit kurzweiligen Schlaf-, Ess- und Einkaufspausen Doppelkopf spielen. Das war mal wieder


nötig und sehr sehr lustig.
Ich war total abgelenkt und habe kaum Schmerzen verspürt. Aber als Dauertherapie scheint es mir auch untauglich, da ich spätestens nach 2 Wochen vor völliger Erschöpfung zusammenbrechen würde. Außerdem würde unsere Schublade diesen „Extrembelastungen“ nicht stand halten.

Seit Donnerstag habe ich stechende Schmerzen in meinem linken Kniegelenk und das ganze Bein ist nun taub und kribbelig. Das finde ich komplett doof, zumal dies sehr wahrscheinlich mal wieder eine allergische Reaktion auf irgendetwas ist was ich nicht kenne. Nein, ich habe nicht gesündigt, habe nichts verbotenes gegessen und schon gar nichts verbotenes getrunken. Trotzdem habe ich diesen „Mann“ mit Hammer und Meißel in meinem Knie sitzen, der permanent versucht das Gelenk zu zerhacken und meine Haut juckt, brennt und quaddelt fein vor sich hin. Durch das doofe taube Gefühl fällt mir das Gehen ziemlich schwer und geht am besten mit Krücken – dann fall ich wenigstens nicht um.

Das Sockenprojekt Nr. 1 ist beendet und als tragbar und sehr warm befunden worden. Projekt Nr. 2 ist gestartet und wird irgendwann einmal Andi´s Füße ziehren. Dies wird allerdings noch dauern, da ich eher das Gefühl habe 2 gleichgroße Reistaschen zu stricken. Warum hat er bloß so riesige Füße. Hat nicht jemand noch ein Baby, dem ich Socken basteln kann ?

Im Haus des Grauens geht es sehr langsam, aber stetig voran und mittlerweile kann ich mir auch vorstellen, dass wir tatsächlich wohl im Mai umziehen werden. Dieses Vorhaben türmt sich vor mir wie ein riesiger Berg auf und ist einerseits mit viel viel Vorfreude behaftet, weckt allerdings auch einiges an Zweifeln. Schaffe ich das alles ? Da ich aber ja sehr gut geplant bin, wird auch dieses Projekt irgendwie mit 2 zugedrückten Augen erledigt sein. Ich freu mich heute schon auf den Tag, wo ich mich entspannt zurücklehnen kann und mit Andi zusammen auf das Geschaffte mit einem guten Glas Rotwein anstossen kann. Egal was es für Konsequenzen haben wird, an diesem Tag werde ich mich betrinken und feiern bis der Arzt kommt.
Auf eine entspannte, schöne Woche………….

Dienstag, 19. Januar 2010

ich finde.....


der erste Socken ist durchaus hübsch geworden...........
nun gilt es einen zweiten herzustellen, der diesem ein bischen ähnlich wird........

der Anfang ist gemacht....

manchmal steht einem ja auch einmal etwas Glück ganz gut zu Gesicht…. tatsächlich ist im Haus des Grauens im Wohnzimmer unter dem natürlich fest und ganzflächig verklebten Teppichboden ein wunderschönes, fast unberührtes Stäbchenparkett der edelen Sorte. Nach Entfernen des Teppichs blieb eine bröselige Schaumstoffschicht die sich relativ einfach abschaben lässt. Verbleiben tut ein knallharter Teppichkleber der sich sehr mühsam, aber fast rückstandlos vom Parkett spachteln, kratzen oder schaben lässt. Leider wird das wohl eher eine Jahresarbeit, denn es handelt sich um ca. 40 qm und ich schaffe ich einer Stunde mal grade einen lächerlichen davon und länger als 1 Stunde am Stück schafft mein maroder Körper nicht. Aber vielleicht bin ich ja steigerungsfähig und meine Knochen machen mir keinen Strich durch die Rechnung. Immerhin fühlt sich Muskelkater mal etwas anders an, als die sonst dominierenden Schmerzen. Ich bin zuversichtlich, dass wir irgendwann einmal einen tollen Boden in unserem Wohnzimmer haben werden ….

ich bin noch am überlegen, ob ich die Tapete dranlassen soll......

Sonntag, 10. Januar 2010

was bitte ist........

ein Zwickel und was sagt mir Fersenband und Bandspitze. Stricken ist doof ! Ich glaube, es ist einfacher eine Fremdsprache mit Kyrillischem Alphabet zu lernen. Aber ich gebe nicht so schnell auf. Mindestens 1 Knäuel habe ich schon verbraten für Maschenprobe, Kantenüben, aufnehmen und abnehmen. Mit den komischen Gebilden, die dabei entstanden sind kann nicht einmal Lotta etwas anfangen, sie interessiert sich sowieso eher für die noch jungfräulich daliegenden Knäule und die sich in meinen Händen bewegenden Nadeln. Soviel zu meiner neuen Beschäftigung, wenn etwas zeigbares entstanden ist, werde ich weiter berichten.

Der Rheumadoc schien mir auch ratlos ob meiner Rheuma-Blutbefunde, die wohl alle ziemlich im Normbereich liegen. Er vertritt nun die Theorie, dass geregelter, reichhaltiger Schlaf meine Schmerzen in den dicken Gelenken etc. verschwinden lassen( ….verschwinden entzündete, geschwollene Gelenke im Schlaf ?).Er verschrieb mir ein Schlafmittel( Das Rezept habe ich gleich entsorgt ) und ich bin begeistert. Warum hat er mir nicht gleich gesagt, dass ich mir das alles nur einbilde und ich nun zu den eingebildeten Kranken zähle, die Spaß daran haben von Facharzt zu Facharzt zu rennen. So gut sah er nun auch nicht aus und bei Schnee und Eis morgens um 7 Uhr im Berufsverkehr quer durch Hamburg zu fahren, finde ich auch nicht gerade geil. Naja, einen Versuch war es ja wert.

Die angekündigte Schneekatastrophe trat hier bei uns nur bedingt ein. Die Schneeverwehungen haben immerhin die 6 cm Grenze erreicht und ich bin erleichtert, da wir auf – entgegen der in den Medien vorgeschlagenen - Hamstereinkäufe verzichtet haben.
Ansonsten warte ich händeringend auf einen „Fragenkatalog“, eine Kostenübernahmeerklärung und einen Gutachtenauftrag meiner Krankenkasse, damit ich endlich mal einen Schritt weiter komme. Einen Schritt Richtung Berlin. Nicht, das ich mich danach sehne ins Krankenhaus zu gehen, nein wahrlich nicht, aber ich möchte endlich dieses leidige Thema zu einem Ende bringen.
Übernächstes Wochenende bekommen wir lieben Besuch aus Köln und werden sicherlich exzessiv Doppelkopf spielen, klönen und einfach nur entspannt beisammensein. Ich freue mich riesig und bin endlich einmal froh so krank zu sein, weil ich nun nicht mehr bei jeder Schnapszahl einen selbigen trinken muß. Und beim Doppelkopf gibt es sehr sehr oft Schnapszahlen !

Und dann gilt es ja noch, sich langsam damit zu beschäftigen, das „Haus des Grauens“ in einen bewohnbaren Zustand zu bringen….. gestern waren Andi und ich Küchen gucken…… ein Erlebnis der besonderen Art. Mir schwirrt der Kopf und ich schiebe seit 2 Stunden kleine Pappschränke von einer Wand zur anderen und stelle fest, wenn alles so steht wie ich es schön finde, hängen entweder vor dem Fenster Oberschränke, oder die Tür ist durch den Kühlschrank nur noch bedingt nutzbar. Alles nicht so einfach…….

Donnerstag, 7. Januar 2010

ich gestehe........

ich werde wohl alt, oder irre....
Ich habe getan, was ich nie gedachte jemals zu tun. Ich habe mir Wolle und Stricknadeln beschafft und will nun stricken lernen. Ich bin selber ein wenig entsetzt und kann noch nicht recht glauben, dass ausgerechnet ich daran Gefallen finden werde. Suche selber nach Erklärungen, die diese Tat begründen würden, finde aber so recht keine. Vielleicht will ich mir selber beweisen, dass ich auch das kann. Vielleicht versuche ich mit Fingerfertigkeit meine schmerzenden Hände geschmeidig zu halten, oder vielleicht ist es einfach nur das Gefühl etwas produktives zu erschaffen…..letztendlich ist aber nur 1 einziger Pulli daran schuld, den ich schon seit gefühlten 100 Jahren besitzen möchte, den es aber nur vor meinem geistigen Auge gibt, und ich daher gezwungen bin ihn selber zu produzieren. Dies setzt allerdings voraus, dass ich die Kunst des Nadelspiels nahezu beherrsche und das werde ich wohl erst einmal im Herstellen von Socken, Topflappen und unzähligen Schals beweisen müssen. Im Moment scheitert es allerdings noch bei den Grundlagen, d.h. ich versuche Maschen aufzunehmen, die gleichmäßig aussehen und nicht gleich wieder runterfallen. Zum Glück hat mir eine Freundin ein Buch geliehen mit dem motivierenden Titel….. „ Stricken ganz einfach ( Schritt für Schritt erklärt) „ Ich bin gespannt……..
Ansonsten fahren wir Herrn Oldie ins Krankenhaus, holen ihn auch wieder ab ( manchmal), ich bekoche Frau Oldie, obwohl sie immer wieder was zu meckern hat…. zu viel Salz, zu fett, zu dünn, das macht man doch aber anders, zu viel, zu wenig zu was weiß ich noch…..hey Mama : ein einfaches Danke hätte auch gereicht !

Bei mir hat sich der Alltagstrott wieder eingestellt, meine täglichen Arztbesuche erledige ich schnell morgens, damit ich den Tag für mich zum erholen und ausruhen habe. Leider kann ich nach wie vor nie länger als 2 – 3 Stunden am Stück schlafen und das macht einen auf die Dauer auch ziemlich rammdösig. Ich hoffe nun inständig, dass mir der Rheumadoc morgen vielleicht einen neuen Therapieplan gibt, der dieses Problem etwas beheben kann. Nach wie vor versuche ich jeden Tag mindestens 1 Stunde mit meiner WII und dem neunen WII Fit plus zu turnen, aber leider werde ich immer langsamer und unbeweglicher, da die Schmerzen eher schlimmer statt nun endlich mal besser werden. Aber ich gebe nicht auf und als zusätzliche Motivation gilt es, die von Fabi erstellten Highscores zu knacken. Daran werde ich noch eine ganze Zeit zu knacken (turnen) haben. Lotta verlässt vorsorglich schon immer frühzeitig den Ort des Geschehens – wahrscheinlich will sie nicht, dass ich sehe wie sie sich kaputtlacht.

Ich geh dann mal wieder stricken…..